Die Mühle

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Freud schrieb von Träumen als Verarbeitung unbewusster Prozesse, die uns mit Dingen konfrontieren, denen wir nicht wahrheitsgemäß entgegentreten und enthüllen, was uns unterschwellig beschäftigt. Innere Konflikte und Sehnsüchte.
Das macht es schwer, das selbst Erschaffene bei sich haben zu wollen.

Kunst kann der Marker persönlicher Entwicklung werden. Selbstkritisch sein, konsequent und das eigene Werk zu nutzen, Erfahrenes zu verarbeiten und sich seinem Selbst gegenüberzutreten. Sichtbar zu machen, was schwer zu fangen ist. Vom Abstrakten zum Greifbaren, mit dem man leichter arbeiten kann. Es bekommt die Formen vertrauter Dinge – manchmal beunruhigend vertraut.

Kunst ist Veränderung. Es ist mehr als das, denn wir haben das Potential etwas zu erschaffen. Wir sehen die Möglichkeit uns selbst zu reflektieren, zu verändern und zu wachsen, indem wir nicht nur physisch in Form von Texten und Bildern etwas erschaffen, sondern auch in uns selbst. Wir wissen, wie das geht. Was fehlt, wird kreiert. Erst recht, wenn es in unserem Inneren fehlt und wir uns nach etwas verzehren, das noch nicht da ist.

Der eigene Wandel ist ein Rad, das sich unaufhörlich dreht, ein Fluss, der stetig fließt. Es beginnt in den Untiefen, wo wir gar kein Licht brauchen, wo wir uns mit den Dingen beschäftigen, die uns ewig beuteln. Die Konfrontation mit eigenen Dämonen bringt das Rad in Bewegung. Wir können nur auf dem bauen, mit dem wir im Reinen sind. Eine Dämmerung hat keine Richtung. Die Sonne geht auf und unter als Teil eines fortwährenden Zyklus, wie auch das Ich niemals zum Stillstand kommen wird; sich weiterentwickelt mit Erfahrung und Zeit. Der Tag bringt Wärme mit sich, Entscheidungen, die auf unserm neuergründeten Bewusstsein bauen, auf der Kenntnis unseres Selbst, auf der Stabilität unseres Seins.
Die eigene persönliche Entwicklung ist ein Mühlrad, das niemals stillsteht. Mit dem wir die Fähigkeit besitzen, unser (Über)leben zu erschaffen.

Kunst hat zwei Richtungen. Sie führt nach innen und richtet sich nach Außen. Die Wirkung, die wir in uns anstoßen, bringt andere in Bewegung. Nach der Zeit der der Selbstkenntnis, der Suche nach der inneren Stille folgt das Gespräch.

Unsere Ausdrucksformen haben keine Grenzen. Es gibt keine Definitionen und Schubladen. Nur die Intention. Was einst hinter verschlossenen Türen stattfand und nur uns selbst galt, könne wir zeigen. Was wir vorher nur in Schubladen und Mappen versperrt haben, weil es ungeschönt unser Innerstes zeigte, findet Freiheit an weißen Wänden hinter Glas, in den Gedanken der Betrachter, Zuhörer und Leser. Wir haben mit uns die Welt kennengelernt. Bauen auf dem auf, was wir über uns selbst erfahren haben und drehen euch nicht mehr den Rücken zu. Wir adressieren unsere Arbeit an euch. Zeigen euch, was uns zerstört hat, was uns gemacht hat. Was wir erfahren haben, was wir lernen konnten. Kunst ist Veränderung, ein Prozess.

Wir beginnen mit einer musikalischen Lesereise, einer konzeptionellen Ausstellungsreise. Sie führt uns vor eure Türen. Macht uns auf.
Unsere Zusammenarbeit ist ein zum Monolog gewordener Dialog. Wir sind Poeten, Journalisten, Lyriker, Künstler, Grafiker, Illustratoren, Musiker, Designer. Wir erzählen episch und elliptisch. Nur mit Allegorien und Metaphern, sachlich und rational, tief verstrickt und nur mit Tönen. Mit unseren Händen und unserer Stimme. Wir haben wahrgewordene Träume, eine zu Asche verbrannte Vergangenheit. Wir sammeln Resonanzen und behalten sie ein.
Wir beginnen in Wittenberg bei Wohnkultur.

Freud has written about dreams, which are treating subconscious processes, showing us things, which we don’t face consciously, revealing what’s on our minds. Inner conflicts and desires. That makes it hard to want to have the self created with you.

Art can be the marker of personal development. To be self-critical, consistently and using drawing to process and face oneself. To make visible, what’s difficult to catch. From the abstract to the tangible, which is easier to work with. It gets the shape of familiar things – sometimes unsettling familiar.

Art is change. It’s more than that. Because we have the potential to create something. We are seeing the opportunity to reflect our self, to change, to grow, by not only creating something physically in form of texts and pictures, but also in ourselves. We know how to. What we miss, will be created. Especially when it’s missing in our inner self and we desire something, which is not there yet.

The inner change is a wheel, turning incessantly; a river, flowing steadily. It begins in the depths, where we don’t need any light, where we treating things, which burden us for a long time. The confrontation with own demons gets the wheel moving. We only can build on these we are at peace with. Twilight has no direction. The sun gets up and down as part of an infinite circle, as well as the ego will never become stagnant; evolving with experience and time. The day is bringing warmth, decisions, building on our new reinvented awareness, on our knowledge of our self, on the solidity of our being.
The own personal development is a millwheel, never resting. In which we got the skill to create our own life.

Art has two directions. It leads inwards and faces outwards. The effects, we achieve, get others moving. After the time of self-knowledge, the Search for the Inner Silence, the discussion follows.

Our form of expression has no borders. There aren’t definitions and cases. Only intention. We can show, what once took place behind closed doors and only was for ourselves. What we previously locked in drawers and folders, because it showed unadorned our inner self, finds freedom on white walls, behind glass, in the mind of the viewer, listener and reader. We got to know the world with us. Building on what we have learned about ourselves and aren’t turning our backs on you anymore. We direct our work to you. Showing you, what destroyed us, what made us. What we have learned.
Art is change. Art is a process.

We start with a musical reading tour, a conceptual exhibition journey. It leads us to your doors. Open Us.
Our cooperation is a diologue out of a monologue. We are Poets, Journalists, Artists, Illustrators, Musicians, Designer. We are telling stories epic and elliptical. Only with allegories and metaphors, factual and rational, deeply entangled and only with sounds. With our hands and our voice. We have dreams come true, a past burned to ashes. We are collecting resonances and keep them.
We are starting in Wittenberg at Wohnkultur.