Die Schwarze Linie

Vom 07. bis 18. Juni fand mit Inken Stabell und in Kooperation mit der Baumwollspinnerei Leipzig die Duo-Ausstellung “Die Schwarze Linie” im Untergeschoss der Halle 14 statt. Im Rahmen des Wave Gotik Treffens präsentierten wir aktuelle und frühe (Zusammen-)arbeiten verschiedener Techniken und Medien.

Benannt nach unserem jüngsten Projekt “Die Schwarze Linie – The Dark Line” – dem Zusammenwirken unserer Ausdrucksformen in Romantik und Surrealismus – bezeichnet dieser Titel unsere nun schon sechs Jahre andauernde künstlerische Zusammenarbeit.
Die Schwarze Linie hat ein Anfang und ein Ende. Sie begann mit schwarzer Tusche auf gemeinsamem Papier und fand ihren Weg in der gemeinsamen Ausstellung im Untergeschoss der Halle 14.

Hatten wir zu Beginn als einzige Gemeinsamkeit die Tusche, haben wir seitdem unsere Arbeit auf verschiedenste Medien ausgeweitet und Stile entwickelt, die sich mittlerweile nicht mehr in einem Bruch äußern, sondern ergänzen. Wir nutzten 340 m² unbespielter weißer Wände – im Rahmen gehalten durch die industrielle Raumarchitektur für unsere Konzeption, die unsere Arbeit thematisch wie auch gestalterisch zu einer einzigen schwarzen Linie vereinen sollte.

Wer die Ausstellung besuchte, wurde geführt und verschwand der Hängung folgend auf unserem Pfad der gewählten Motivik von Naturmystik und romantischen Landschaften zu tiefen Abgründen der Meere und des Unterbewusstseins. Sind Inkens Arbeiten subtiler in Symbolismus – streicheln das Gemüt mit stimmungsvollen abendlichen Landschaften, so wurden bei mir Erklärungen gefordert auf die ungeschönten, schweren und massiven Eindrücke. Der Dialog mit interessierten Besuchern war ein Austausch verschiedener Perspektiven und Sichtweisen. Was wir nicht einmal einfordern brauchten, war Offenheit. Unsere 400 Besucher gingen verändert wieder ihrer Wege; verließen uns, ohne sich von unseren Bildern trennen zu können.

Fotographien © Toni Küttner